Visitenkarte Orientierung in einer unübersichtlichen Welt

Der Podcast ‚Deutschlandfunk – der Tag‘

(Deutschlandradio / Hajo Drees)
Zu sehen sind Jasper Barenberg, Ann-Kathrin Büüsker, Philipp May und Sarah Zerback, die ModeratorInnen des Podcasts „Der Tag“ (Deutschlandradio / Hajo Drees)

Es ist, wie mit guten Freunden in der Küche zu sitzen und ihnen dabei zuzuhören, wie sie über Politik diskutieren – so beschreibt einer unserer Stammhörer ‚Deutschlandfunk – Der Tag‘. In unserem werktäglichen Podcast beschäftigen wir uns mit zwei bis drei Themen des Tages, die wir hintergründig beleuchten. In Gesprächen mit unseren Korrespondentinnen, Akteuren oder Experten. Jeden Werktag um 17.00 Uhr liefern wir die Hintergründe, um die wichtigsten Themen des Tages verständlich zu machen. Auf dem Weg nach Hause Podcast hören, um beim Abendessen mit der Familie oder den Freunden direkt mit Wissen glänzen zu können.

Denn wir bilden in ‚Der Tag‘ die Nachrichtenlage nicht nur ab, wir erklären sie. Der Bundestag debattiert über die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Mali? Wir sprechen mit unserer Auslandskorrespondentin, die das Land kennt, vielleicht sogar kürzlich vor Ort war, und lassen uns schildern, was die Bundeswehr dort eigentlich tut und was der Einsatz nützt – oder eben auch nicht.

In ‚Der Tag‘ erzählen unsere Korrespondenten von ihren aktuellen Recherchen, von Begegnungen und von persönlichen Eindrücken. Dabei geht es nicht nur um die Themen selbst, sondern auch um ihre Arbeit. Zurück aus dem Krisengebiet nach dem Tsunami in Indonesien, berichtet unser Korrespondent, wie es für ihn war, das Leid der Menschen zu sehen und von dort zu berichten. Wir zeigen so, wie journalistisches Schaffen entsteht, wo die Herausforderungen und Grenzen liegen. Wir erklären unsere Arbeit und machen deutlich, auf Basis welcher Quellen und Inhalte wir zu unseren Einschätzungen kommen. Damit liefern wir ein Angebot für Erklärungen – ohne Anspruch darauf zu erheben, die einzig mögliche Deutung der Ereignisse zu kennen. Denn manchmal ist die Antwort auf eine Frage auch eine simple: "Das kann ich ehrlich gesagt nicht einschätzen." Wir lassen in ‚Der Tag‘ auch Platz für Zweifel und erst recht für Kontroverse. Unterschiedliche Positionen innerhalb unserer Redaktion arbeiten wir zum Beispiel in Streitgesprächen heraus. Wir testen Formate, spielen mit dem Medium Audio.

‚Der Tag‘ klingt anders als unser lineares Radioprogramm – und das ist gewollt. Wir sind nicht nur in unserer inhaltlichen und akustischen Herangehensweise freier, wir können auch länger über Themen sprechen, weil wir keine zeitlichen Schranken des formatierten Radios haben. Ein Gespräch kann auch mal zehn Minuten lang sein. Das ermöglicht uns, mehr Seitenaspekte und Details einzubringen, stärker zu differenzieren: Grautöne statt Schwarz-Weiß-Denken. Und so ist der Podcast insgesamt mal 17 Minuten lang, mal 27. Der Inhalt bestimmt die Länge – nicht umgekehrt.

Ein weiterer Unterschied zum linearen Radio: die Wiedererkennbarkeit unserer Moderatorinnen und Moderatoren. Das Team ist klein: Ann-Kathrin Büüsker, Jasper Barenberg, Philipp May und Sarah Zerback. Jeder von uns setzt unterschiedliche Schwerpunkte, die wir zu begründen versuchen. Warum ist ausgerechnet das gewählte Thema an einem Tag besonders wichtig oder besonders interessant? Welchen Bezug haben wir dazu? Wir beziehen Stellung, werden wiedererkennbar. Und wenn Sie mögen, werden wir die Freunde, die – wenn auch nur akustisch – mit am Küchentisch sitzen und Orientierung anbieten in einer unübersichtlichen Welt.

Ann-Kathrin Büüsker, Redakteurin ,Aktuelles‘
Deutschlandfunk


Deutschlandfunk – Der Tag
Werktags ab 17.00 Uhr
Abonnierbar in unserer Dlf Audiothek, bei Spotify, iTunes und überall, wo es Podcasts gibt.


Aus dem Programmheft, Ausgabe Dezember 2018