WASG will gemeinsam mit der PDS zur Bundestagswahl antreten

Lafontaine rechtfertigt 'Fremdarbeiter'-Äußerung

Oskar Lafontaine auf dem Parteitag der WASG in Kassel (AP)
Oskar Lafontaine auf dem Parteitag der WASG in Kassel (AP)

Die "Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit" will zusammen mit der PDS zu der für den Herbst geplanten Bundestagswahl antreten. Auf dem Parteitag in Kassel stimmte eine große Mehrheit der 350 Delegierten für gemeinsame Listen zur Wahl. Zudem sollen Verhandlungen über die Gründung einer neuen Linkspartei aufgenommen werden. Über das Vorhaben wird endgültig in einer Urabstimmung unter den WASG-Mitgliedern entschieden.

Zuvor hatte der frühere SPD-Vorsitzende und Spitzenkandidat der WASG, Lafontaine, betont, Deutschland brauche eine starke linke Kraft im Bundestag. Er rechtfertigte zugleich den von ihm benutzten Begriff des "Fremdarbeiters". Er habe Hemmungen gehabt, Menschen, die in Container gepfercht würden und zu Hungerlöhnen arbeiteten, als Gastarbeiter zu bezeichnen.

Beck wirft Lafontaine Demagogie vor


Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und stellvertretende SPD-Vorsitzende Beck hat den designierten Spitzenkandidaten des geplanten Linksbündnisses, Lafontaine und Gysi, Demagogie vorgeworfen.

Beide hätten schon einmal für kurze Zeit Regierungsverantwortung getragen, sagte Beck im ZDF. Dann aber hätten sie aufgegeben, weil sie sich nicht den Mühen des Alltags unterwerfen wollten. Der SPD-Politiker betonte, wer angesichts der Globalisierung und des international verschärften Wettbewerbs behaupte, alles könne so weitergehen, sage die Unwahrheit.

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:11 Uhr