Washington

Thilo Kößler

Thilo Kößler, Korrespondent in Washington (©Deutschlandradio / Bettina Fürst-Fastré)
Thilo Kößler (©Deutschlandradio / Bettina Fürst-Fastré)

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Im persönlichen Umgang sind die Amerikaner unglaublich nett, freundlich, aufgeschlossen. Im politischen Umgang sind sie kompromisslos, kämpferisch, ja maßlos. Doch das ist nur einer der vielen Widersprüche, die mir zu Beginn meiner Korrespondententätigkeit aufgefallen sind – das Land ist zutiefst gespalten zwischen arm und reich, schwarz und weiß, Stadt und Land, Republikanern und Demokraten. Beruflich schließt sich für mich hier in Washington ein Kreis – vor 25 Jahren war ich schon einmal als Korrespondent im Ausland. Damals, 1990-1996, für die ARD in Kairo. Dann kamen 16 Jahre im Kölner Funkhaus des Deutschlandfunks, zuletzt als Abteilungsleiter Hintergrund. Die Außenpolitik hat mich dabei immer begleitet und besonders gereizt. Jetzt kann ich sie wieder hautnah erleben. Das ist eine tägliche Herausforderung – für den Kopf, weil es eine komplexe Welt ist, die den ganzen Einsatz erfordert. Aber auch physisch, weil die sechs Stunden Zeitverschiebung ganz schön auf die Kondition gehen. Wenn die Frühmoderatoren morgens um fünf Uhr nach Washington schalten, ist es dort 23.00 Uhr. Das ist eine etwas schräge Primetime. Aber die Sache allemal wert.

Thilo Kößler über die Lage des Journalismus in den USA: