Weißer Rauch: Der neue Papst ist gewählt

Verkündung "Habemus Papam" folgt in Kürze

Weißer Rauch steigt aus dem Kamin der Sixtinischen Kapelle. (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
Weißer Rauch steigt aus dem Kamin der Sixtinischen Kapelle. (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)

Aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle im Vatikanstaat stieg weißer Rauch auf. Damit haben die 115 Kardinäle des Konklaves mit der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit für einen neuen Papst gestimmt.

Der weiße Rauch signalisiert, dass im Konklave die Stimmzettel verbrannt wurden und die Abstimmung erfolgreich war. Mindestens 77 der 115 Kardinäle haben für denselben Kandidaten votiert. Der neue Papst hat seinen Papstnamen genannt.

Nun hat der Gewählte einen Moment, in dem er sich sammeln kann: Er geht in das sogenannte "Zimmer der Tränen", einen kleinen Raum direkt neben der Sixtinischen Kapelle. Dort darf der neue Papst seinen Gefühlen freien Lauf lassen. Dort wird er auch eingekleidet. Bereit liegen - schon Tage vorher von der päpstlichen Schneiderei Gammarelli vorbereitet - drei Papstgewänder in den Größen Small, Medium und Large.

"Habemus Papam" und "Urbi et Orbi" auf dem Petersplatz

Darauf folgt noch eine kurze Zeremonie in der "Sistina" gemeinsam mit den Kardinälen mit Gebet, Gesang und einem Bibelvers. Erst rund 45 Minuten, nachdem der Rauch aufgestiegen ist, ist es soweit: Der Kardinalprotodiakon Jean-Louis Tauran verkündet vom Mittelbalkon des Petersdoms der wartenden Welt und der Menschenmenge auf dem Petersplatz das "Habemus Papam" (Wir haben einen Papst) und den Namen des Gewählten.

Danach vergeht noch einmal etwa eine halbe Stunde, in der neue Pontifex in der Paolinischen Kapelle beten kann. Erst dann zeigt er sich erstmals der Öffentlichkeit. Auf der Loggia des Petersdoms spricht den Papst-Segen "Urbi et Orbi" und hält eventuell auch eine erste Rede.

Alt-TextIm Überblick: Wie der Papst gewählt wird - und wie die Botschaft die Gläubigen erreicht

Nach der Papstwahl

Wenige Tage nach seiner Wahl wird der neue Papst mit einer sogenannten «Krönungsmesse» feierlich in sein Amt eingeführt. Auf seine päpstlichen Gemächer muss er noch etwas länger warten: Zunächst bleibt er im Gästehaus Santa Marta, erst nach einigen Wochen zieht das neue Kirchenoberhaupt in den Apostolischen Palast im Vatikan ein.

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:07 Uhr