"Wenn Arbeit kaum zum Leben reicht" - Start für die Denkfabrik 2022

Projekt mit Hörerinnen und Nutzern

Arbeit in Deutschland. Sie nimmt einen großen Teil unserer Lebenszeit ein – und wird oft so schlecht bezahlt, dass es kaum zum Leben reicht. ...

Wie viel Geld wir für unsere Arbeit bekommen, entscheidet darüber, wo wir leben, wie wir uns ernähren und welche Chancen wir unseren Kindern bieten können. Was ist dran an der Schere, die immer weiter auseinanderklafft? Diese Frage erkunden Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova ab Januar 2022 im Rahmen der "Denkfabrik". Mehr als 37.000 Hörerinnen und Nutzer hatten an der Online-Abstimmung über das Jahresthema teilgenommen, eine Rekordbeteiligung für die vierte Ausgabe der Deutschlandradio-Denkfabrik. Die Mehrheit entschied sich für das Thema "Von der Hand in den Mund. Wenn Arbeit kaum zum Leben reicht"

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue: "Die Wahl des diesjährigen Themas ist der Auftrag, weiter zu erkunden wie unsere Gesellschaft funktioniert, was sie zusammenhält oder aber auseinandertreibt. Dass unsere Hörerinnen und Nutzer die Deutschlandradio-Denkfabrik als den richtigen Ort für diese Debatte sehen und mit uns darüber auch debattieren wollen, ist für uns Kompliment und Herausforderung zugleich." 

Zum Auftakt sendet der Deutschlandfunk am 29. Dezember "Zur Diskussion" (19.15 Uhr): Reinigungsfachkraft Susanne Holtkotte, Soziologe Oliver Nachtwey und Ökonom Marc Stöckli debattieren über die Zwei-Klassengesellschaft und heutige Aufstiegschancen. 

Deutschlandfunk Kultur startet zu Jahresbeginn in der Sendung "Studio 9" eine Reihe zur Frage "Gleicher Lohn für alle – geht das?". Es kommen Menschen zu Wort, die in prekären Verhältnissen arbeiten, vom Fahrradkurier bis zur Altenpflegerin (Studio 9, ab 3. Januar, 5.05 Uhr und 17.05 Uhr). Deutschlandfunk sendet mehrere Ausgaben von "Essay und Diskurs" zum Thema: Autorin Julia Friedrichs befasst sich mit der "Working Class". Fotograf Bernard Langerock hat heutige Arbeitersiedlungen dokumentiert. (16., 23., und 30. Januar, 11.05 Uhr). Im Philosophie-Magazin "Sein und Streit" erläutert die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja, welche Arbeit warum gut oder schlecht bezahlt wird, und wie das entstanden ist (Deutschlandfunk Kultur, 9. Januar, 13.05 Uhr). 

Die Deutschlandfunk Kultur-Sendung "Zeitfragen" beleuchtet literarische Kindheiten in der Unterschicht (14. Januar, 19.30 Uhr) und "Kultur heute" spricht mit Kulturschaffenden über ihre Beschäftigungssituation (Deutschlandfunk ab 1. Januar, 17.30 Uhr). 

Wesentlicher Bestandteil der Denkfabrik ist der Austausch und der Dialog mit dem Publikum. Nachdem dieser in der vergangenen Ausgabe vorwiegend digital stattgefunden hat, hoffen die Redaktionen später im Jahr auch wieder Veranstaltungen vor Ort durchführen zu können.

Online bündelt das Denkfabrik-Portal alle Beiträge zum Thema unter deutschlandradio.de/denkfabrik.

Zur Denkfabrik:
Im Rahmen der Denkfabrik werden seit 2019 die großen Fragen der Zeit diskutiert – in freier und fairer Debatte, in innovativen Formaten und mit ausgewählten Kooperationspartnern. Die Zuhörerinnen und Nutzer stimmen in einem Online-Voting über das Jahresthema ab. Den Auftakt machte die Denkfabrik 2019 mit den Schwerpunktthemen: "Sind wir in guter Verfassung?" (70 Jahre Grundgesetz) und "#ÜberMorgen" (Klimawandel und Nachhaltigkeit). 2020 war das Thema "Eine Welt 2.0 – ‚Dekolonisiert euch!‘". 2021 folgte "Auf der Suche nach dem ‚Wir‘". Zum Abschluss ist eine Publikation erschienen, die hier abgerufen werden kann.

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Ein Mann ist von oben zu sehen, wie er an einem Tisch mit dem Computer und mehreren anderen digitalen Geräten wie Notebook, Smartphone, Smartwatch arbeitet.  (imago / Westend61)

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