Wulff gegen Gauck

Parteien nominieren ihre Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten

Blick auf das Schloss Bellevue, den Amtssitz des Bundespräsidenten in Berlin (AP)
Blick auf das Schloss Bellevue, den Amtssitz des Bundespräsidenten in Berlin (AP)

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff geht für die CDU, CSU und FDP ins Rennen um das Amt des Bundespräsidenten. SPD und Grüne haben sich auf den DDR-Bürgerrechtler und früheren Stasiunterlagen-Beauftragten Joachim Gauck als Kandidaten verständigt.

CDU-Chefin Angela Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle benannten Christian Wulff am Donnerstag Abend nach einer gemeinsamen Beratung mit den Ministerpräsidenten der unionsregierten Bundesländer.

Dass SPD und Grüne sich offenbar für Joachim Gauck entschieden haben, ist der Freitagsausgabe der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zu entnehmen.

Bundesratspräsident Jens Böhrnsen hatte sich zuvor in sich in die Diskussion um geeignete Kandidaten mit eingeschaltet und angeregt, einen überparteilichen Nachfolger zu suchen. Die Besetzung sollte nicht das Ergebnis parteipolitischer Festlegungen sein, sagte der SPD-Politiker dem "Hamburger Abendblatt". Der Bremer Bürgermeister hat derzeit das Amt des Bundespräsidenten kommissarisch inne.

Der haushaltspolitische Sprecher der FDP, Otto Fricke, sagte im Deutschlandfunk, für die Koalition sei nicht das Parteibuch eines Kandidaten entscheidend, sondern seine Anerkennung in der Gesellschaft.

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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:36 Uhr