Zeitfragen-Feature, 27. November um 19.30 Uhr „Die Entbabelung der Welt“

Zweisprachiges Deutschlandfunk Kultur-Feature (Deutsch/Esperanto)

Im 19. Jahrhundert erzeugte die Telegrafie Effekte wie heute das Internet: Entfernungen schrumpften, plötzlich konnte man fast ohne Zeitverzögerung über Kontinente hinweg kommunizieren. ...

Wo die Welt nur noch ein Kommunikationsraum ist, stört die babylonische Vielsprachigkeit. Fast zwangsläufig entstand der Wunsch nach einer künstlichen Weltsprache.

Mit Volapük (world speak) schuf 1879 der deutsche Priester Johann Martin Schleyer das erste funktionierende Konzept einer solchen Plansprache, fast zeitgleich entstand das Esperanto des polnischen Arztes Ludwig Zamenhof. Der Wille zur Völkerverständigung brachte vor dem Ersten Weltkrieg einen wahren Boom an Plansprachen hervor, immer begleitet von Streit und Abspaltungen in der jeweiligen Community. Bis heute zählt man mehr als 900 artifizielle Sprachensystemprojekte, von denen viele nur kurz existierten. Nur Esperanto überlebte, weil es weltweit genügend Sprecher gewinnen konnte.

Ist im Internetzeitalter die Plansprachenidee endgültig passé, weil sich alle auf ein rudimentäres Basic English geeinigt haben? Oder existiert, im Gegenteil, erst jetzt die nötige Netzwerkstruktur, um eine echte Weltsprache zu etablieren? Studien haben zumindest bewiesen, dass sich das ausnahmefreie Esperanto mit seiner logisch aufgebauten Grammatik und Wortbildung viel leichter lernen lässt. Ein Feature, das aus gegebenem Anlass in zwei Sprachen produziert wurde: Deutsch (on Air) und Esperanto (online).

Sendetermin:
Zeitfragen in Deutschlandfunk Kultur
Mittwoch, 27.11.2019, um 19.30 Uhr

"Die Entbabelung der Welt
Esperanto, Volapük und Klingonisch - Plansprachen heute"
Ein Projekt von Florian Felix Weyh

"Senbabeligi la mondon
Esperanto, Volapuko, la Klingona – planlingvoj nuntempe"
Dramraportaĵo de Florian Felix Weyh  

Weitere Informationen finden Sie unter: deutschlandfunkkultur.de/zeitfragen

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Ein Mann ist von oben zu sehen, wie er an einem Tisch mit dem Computer und mehreren anderen digitalen Geräten wie Notebook, Smartphone, Smartwatch arbeitet.  (imago / Westend61)

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