Zu Guttenbergs Rücktritt und die Folgen

Thomas de Maizière tritt sein neues Amt an

Der neue VerteidigungsministerThomas de Maizière (CDU) (picture alliance / dpa)
Der neue VerteidigungsministerThomas de Maizière (CDU) (picture alliance / dpa)

Nach dem Rückzug von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und der kleinen Kabinettsumbildung äußern sich Politiker und Journalisten zum Rückzug des beliebten CSU-Politikers - und blicken auf die künftige Wehrpolitik.

Der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer erwartet keinen schnellen Politikwechsel durch den neuen Verteidigungsminister Thomas de Maizière. Als Ressortchef müsse dieser "erst mal zuhören", sagte der CDU-Politiker im Deutschlandradio Kultur. Ein Minister müsse kein Top-Experte zu sein, sondern Einfluss und Durchsetzungsvermögen haben.

Gleichzeitig wird aber viel Arbeit für ihn gesehen: "Die Bundeswehrreform ist, im Gegensatz zu dem, was behauptet wird, ein Torso, noch nicht mal die strategische Einleitung zu dem, was zukünftig die Aufträge, der Auftrag der Bundeswehr sein soll", erklärte Stefan-Andreas Casdorff, Chefredakteur des Berliner "Tagesspiegel", im Deutschlandfunk. Die Reform müsse schnell kommen - und die Bundeswehrreform sei umsetzbar mit de Maizière.

Diskussion um zu Guttenberg

Die Diskussion in der CSU um den zurückgetretenen Bundesverteidigungsminsiter Karl-Theodor zu Guttenberg geht ebenfalls weiter. Der ehemalige Generalsekretär und langjährige bayerische Staatsminister, Thomas Goppel, sieht so keinen Parteifreund, der zu Guttenberg ersetzen könne. Die CSU habe einige "exzellente" Talente. Aber Magnete wie den beliebten Politiker "hat keine Partei mehr als ein oder zwei".

Für die Universität Bayreuth entwickelt sich die Plagiatsaffäre auch immer mehr zu einem Desaster. Sie steht unter dem Verdacht, dass ihr Verhältnis zur CSU in der Plagiatsaffäre eine Rolle gespielt haben könnte, wie DRadio Wissen in einem Gespräch mit Michael Watzke, Deutschlandradio-Landeskorrespondent in Bayern, erörtert.


Weitere Artikel:
2.3.2011: Personalrochade in der Regierungskoalition
1.3.2011: Guttenberg tritt zurück

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:40 Uhr