Kinder-Online- und Kinderhörspielpreis des MDR-Rundfunkrates.Erster Platz für Deutschlandfunk Kultur-Hörspiel „Räuberessen“ von Frauke Angel

Der erste Platz des vom MDR-Rundfunkrat gestifteten Kinderhörspielpreises 2026 geht an Frauke Angel für ihr Hörspiel „Räuberessen“. Das von Deutschlandfunk Kultur für den Kinderpodcast „Kakadu“ produzierte Stück (Regie: Friederike Wigger) erzählt die Geschichte des zehnjährigen Jonne, der beim Ladendiebstahl erwischt wird und durch die Begegnung mit der Sozialarbeiterin Franzi zum ersten Mal echte Unterstützung und ein offenes Ohr erfährt.
„Mit großer erzählerischer Kraft und einem tiefen Verständnis für die Lebenswelt junger Menschen zeigt das Hörspiel, wie viel Veränderung möglich wird, wenn jemand wirklich hinschaut und zuhört. ‚Räuberessen‘ überzeugt durch seine emotionale Klarheit, seine nuancierte Figurenzeichnung und eine Produktion, die das Thema mit Respekt und Wärme hörbar macht“, so die Jury.
Autorin Frauke Angel wurde 1974 geboren. Nach einer Schauspielausbildung spielt sie an deutschen Stadt- und Privattheatern sowie in renommierten Off-Theater Produktionen, schreibt Bücher und Geschichten. 2020 wurde ihr „Kakadu“-Kinderhörspiel „Wir nannten ihn Tüte“ ebenfalls mit dem Kinderhörspielpreis des MDR-Rundfunkrats ausgezeichnet.
Über den Preis
Mit der Auszeichnung werden bereits zum 17. Mal herausragende publizistische und künstlerische Hörspiele und Webseiten gewürdigt, die sich in besonderer Weise den Lebensumständen und Problemen von Kindern und Jugendlichen widmen und eine humanistische Einstellung fördern. Die Preisgelder von jeweils 6.000 Euro pro Preiskategorie werden von den Gremienmitgliedern des MDR gestiftet. Die Kindermedienpreise für Online und Hörspiel des MDR-Rundfunkrates werden alle zwei Jahre vergeben.
Der erste Hörspiel-Preis ist in diesem Jahr mit 3.000 Euro dotiert, der mit 1.800 Euro dotierte zweite Preis geht an das Hörspiel „Sieben Weltwunder plus eins“ von Anke Ricklefs. Der dritte Platz wird 2026 zweimal vergeben: Ausgezeichnet wird ein Projekt von Tanja Mette-Zimmermann und Frieder Zimmermann, die gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern einer Dresdner Oberschule in ihrem Hörspiel vom Umgang einer neuen Generation mit den Geschehnissen des 13. Februar 1945 erzählen. Darüber hinaus wird die Autorin Leonie Below für Folge 17 der Hörspielreihe „Kira Koluma – Nein heißt Nein“ geehrt.
Der Kinderhörspielpreis wird gemeinsam mit dem Kinder-Online-Preis im Rahmen der Leipziger Buchmesse am 22. März 2026 überreicht.