Auszeichnung von Deutschlandfunk Kultur und der Bundeszentrale für politische BildungDer Max Ophüls Preis für den gesellschaftlich relevanten Film 2023 geht an Clara Stern für „Breaking The Ice“

Zwei Eishockeyspielerinnen stehen sich gegenüber und fixieren einander mit Blicken.
„Breaking The Ice“ von Clara Stern erhält den Max Ophüls Preis für den gesellschaftlich relevanten Film (Johannes Hoss / Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion GmbH)
Auf dem 44. Filmfestival Max Ophüls Preis ist die Regisseurin Clara Stern für ihren Film „Breaking The Ice“ mit dem Preis für den gesellschaftlich relevanten Film ausgezeichnet worden. Der von Deutschlandfunk Kultur und der Bundeszentrale für politische Bildung gestiftete Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Seit 2014 zeichnet er jedes Jahr einen Spielfilm aus, der durch einen unkonventionellen Zugang zu einem gesellschaftlichen Thema auf sich aufmerksam macht.
Ralf Müller-Schmid, Programmleitung von Deutschlandfunk Kultur: „Mit der Auszeichnung möchten wir die kreative Arbeit von jungen Filmschaffenden honorieren, die besonderes Augenmerk auf gesellschaftliche Konflikte richten. Mit Blick auf die herausfordernden Bedingungen, denen Filmproduktionen in den letzten Jahren begegnen mussten, ist die Vielfalt der Beiträge in diesem Jahr für mich besonders bemerkenswert.“
Der Spielfilm erzählt die Geschickte des Eishockeyteams „Dragons“ und Kapitänin Mira. Auf dem Spielfeld kann sie die Sorgen über den dementen Opa und die nicht enden wollende Arbeit am Weingut für eine Weile vergessen. Dem täglichen Druck begegnet sie mit Härte und Disziplin, aber als die neue Spielerin Theresa zum Team stößt und beide sich verlieben, wird ihr starres Weltbild in Frage gestellt.
Clara Stern wurde 1987 in Wien geboren und hat an der Filmakademie Wien studiert. Nach mehreren Kurzfilmen, die mehrfach ausgezeichnet wurden, ist „Breaking The Ice“ ihr erster Langfilm als Regisseurin. 
Die Jury begründete ihre Wahl mit der besonderen Leistung der Regisseurin Clara Stern: „Dieser Heldinnenfilm im Eishockeymilieu lässt uns fühlen, wie schwer es besonderes für junge Menschen ist, in unserer Gesellschaft der unbegrenzten Möglichkeiten eine Identität zu finden. Das komplexe Gefühlsgeflecht von Familienkonflikt, verwirrenden Liebesbeziehungen und hartem Sport werden in diesem besonderen Werk auf gekonnte Art verbunden“, so heißt es in der Jurybegründung.
Max Ophüls Preis
Das Filmfestival Max Ophüls Preis zählt seit 1980 zu den wichtigsten Filmfestivals für den deutschsprachigen Nachwuchsfilm. Seinen Namen verdankt das Festival dem gebürtigen Saarbrücker Theater- und Filmregisseur Max Ophüls (1902­–1957). Vom 23. bis 29. Januar findet es in Saarbrücken und an drei weiteren Standorten im Saarland statt. Noch bis zum 5. Februar steht ein Teil der Festivalfilme auch als Stream zur Verfügung.
Alle Informationen zum Streaming-Angebot gibt es hier.