
In einem gemeinsamen Schreiben appellieren sie an die Bundesregierung, „alle Ihnen zur Verfügung stehenden politischen und diplomatischen Mittel zu ergreifen, um die weitere ungehinderte, freie Berichterstattung aus den USA zu gewährleisten und einen bedenklichen Präzedenzfall für den Umgang demokratischer Staaten mit ausländischer Berichterstattung zu verhindern.“
Die neue Regelung wird die Dauer eines Journalistenvisums auf 240 Tage begrenzen. Verlängerungen um je weitere 240 Tage sind möglich, jedoch umständlich und mit unklaren Prozeduren. „Wir kennen ähnlich kurze Zeitspannen nur aus Staaten, die die Meinungsfreiheit begrenzen oder Berichterstattung erschweren wollen. Wir sind zutiefst besorgt, dass nun auch die Vereinigten Staaten diese Richtung einschlagen“, so die Unternehmenschefinnen und -chefs und Vorstandsvorsitzenden.
Florian Hager (ARD), Stefan Raue (Deutschlandradio), Marco Giordani (ProSiebenSat.1), Stephan Schmitter (RTL Deutschland), Barbara Massing (Deutsche Welle), Norbert Himmler (ZDF), Matthias Ditzen-Blanke (BDZV) und Lars Joachim Rose (MVFP) unterstreichen in ihrem Brief, dass eine freie „Meinungsbildung auf der Grundlage unvoreingenommener Informationen ein Eckpfeiler unserer Demokratien" ist. Deshalb unterhalten die deutschen Sender ein Netzwerk von Büros in verschiedenen Teilen der Welt. Traditionell gehören die Büros in den USA, wie etwa Washington und New York zu den wichtigsten Vertretungen der Medienunternehmen.
Seit Bekanntwerden der Pläne im Herbst vergangenen Jahres, haben weltweit mehr als 100 führende Medienorganisationen und Verbänden ihren Protest gegen die Kürzung der Visa-Laufzeiten erhoben.
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