
Es ist derzeit das größte Gerichtsverfahren der BRD. Mehr als 20 Personen um Heinrich XIII. Prinz Reuß wird vorgeworfen, dass sie den Staat stürzen und die Demokratie abschaffen wollten. Seit über zwei Jahren beobachtet die Theaterregisseurin Marie Schwesinger den Prozess in Frankfurt am Main. In der sechsteiligen Podcast-Serie „Der Reichsbürger-Prozess“ erzählt sie die Geschichten der mutmaßlichen Verschwörer.
Mit dabei sind ehemalige und aktive Militärs, eine Astrologin und ein Hellseher, eine frühere Richterin und ein Ex-Polizist. Was diese vermutlich zusammengeführt hat: die Verachtung des deutschen Staates.
Wie schon in der ersten Staffel von „Rechtsextreme vor Gericht“ verfolgt Schwesinger akribisch dieses monumentale Gerichtsverfahren. Sie hat sich durch die 700-seitige Anklageschrift gearbeitet und protokolliert Wort für Wort die Aussagen der Prozessbeteiligten. Die Äußerungen sind oft bizarr. Sie drehen sich um die Corona-Pandemie, Antisemitismus und Verschwörungserzählungen wie die skurrile Hoffnung auf den Putsch einer Geheimarmee.
Was hat die scheinbar bunt zusammengewürfelte Truppe zusammengehalten und wozu wäre sie fähig gewesen? Schwesinger untersucht die Vergangenheit der Angeklagten und rekonstruiert, wie alles angefangen haben könnte. So zeichnet die Autorin im Verlauf des Prozesses ein vielschichtiges Bild der Motive und Aussagestrategien der mutmaßlichen Verschwörer, das weit über den Gerichtssaal hinaus reicht.
Online:
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- Der Reichsbürger-Prozess (1/6) - Wer ist hier rechtsextrem?
Deutschlandfunk:
- Ab heute, dem 27. August, jeden Donnerstag um 20.30 Uhr in der Sendung „Mikrokosmos“